Hormonal

Corticotropin 1-39 5mg Vial Dosage Protocol

Reconstitution and dosing for a 5mg vial of Corticotropin 1-39 — concentration by BAC-water volume, the units to draw on a U-100 syringe, and the cited dosing chart.

Auch bekannt alsCorticotropin, full-length ACTH
CAS9002-60-2
Verabreichungsubcutaneous
Corticotropin 1-39 — Dosierungstabelle
Jede Zeile belegt
ZielDosisHäufigkeitDauerEvidenzQuelle
Belegte Dosierungsdaten für diese Substanz werden gerade zusammengestellt.
Nur für Forschungs- und Bildungszwecke. Keine medizinische Beratung.
How to Reconstitute Corticotropin 1-39
U-100

A common approach: reconstitute an example 5 mg vial of Corticotropin 1-39 with bacteriostatic water. The table shows the concentration at three common water volumes — use the calculator on this page for your specific target dose.

BAC waterConcentrationVolume / doseUnits (U-100)
1 mL5 mg/mL
2 mL2.5 mg/mL
3 mL1.67 mg/mL

Units shown are for a U-100 (1 mL = 100-unit) insulin syringe. Always verify your own math before drawing.

Was ist ACTH 1-39?

ACTH 1-39 — kurz für Adrenocorticotropes Hormon in voller Länge — ist ein Peptid aus 39 Aminosäuren, das die Hypophyse auf natürliche Weise herstellt und ins Blut abgibt. Man kann es sich als den körpereigenen „Alarmboten" vorstellen: Wenn das Gehirn Stress oder einen niedrigen Cortisolspiegel wahrnimmt, sendet es ein Signal, das die Hypophyse zur Freisetzung von Corticotropin 1-39 veranlasst, welches dann zu den Nebennieren (den kleinen Kappen auf den Nieren) eilt und sie zur Cortisolproduktion auffordert.[6]

Corticotropin 1-39 ist auch unter dem Namen Corticotropin bekannt. Es ist der Wirkstoff des seit Langem zugelassenen Arzneimittels Acthar (Repository-Corticotropin-Injektion), das seit Jahrzehnten klinisch eingesetzt wird.[5] In der Forschung untersuchen Wissenschaftler Corticotropin 1-39 als Forschungsverbindung, um besser zu verstehen, wie das Hormon wirkt — und ob es Effekte hat, die über eine bloße Cortisolsteigerung hinausgehen.

Nur für Forschungszwecke. Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Bildungs- und wissenschaftlichen Referenzzwecken. Corticotropin 1-39 ist nicht zur Selbstverabreichung zugelassen, und nichts auf dieser Seite stellt einen medizinischen Rat dar.

Wie Corticotropin 1-39 wirkt

Hier eine einfache Veranschaulichung. Stellen Sie sich das Stressreaktionssystem als eine Reihe umfallender Dominosteine vor. Der erste Stein ist der Hypothalamus im Gehirn, der eine Substanz namens Corticotropin-Releasing-Hormon (CRH) ausschüttet.[1] Das bringt den zweiten Stein zum Fallen — die Hypophyse —, die Corticotropin 1-39 freisetzt. Corticotropin 1-39 reist dann durch das Blut zum dritten Stein: den Nebennieren, die Cortisol ausschütten.[6]

Corticotropin 1-39 bewirkt dies, indem es sich an spezifische Andockstellen, sogenannte Corticotropin-Rezeptoren (auch als Melanocortin-Rezeptoren bekannt), auf Nebennierenrindenzellen heftet.[2] Wenn ACTH bindet, löst es eine Kette chemischer Reaktionen in der Zelle aus, die zur Bildung und Freisetzung von Cortisol führt.

Was Corticotropin 1-39 für Forscher besonders interessant macht: Melanocortin-Rezeptoren befinden sich nicht nur auf Nebennierenrindenzellen. Sie kommen auch auf Zellen im Gehirn vor, einschließlich Neuronen und Gliazellen.[4] Das bedeutet, dass Corticotropin 1-39 möglicherweise Wirkungen auf das Nervensystem hat, die völlig unabhängig von seiner Rolle bei der Cortisolproduktion sind — eine Entdeckung, die neue Forschungsfelder eröffnet hat.

Was die Forschung zeigt

Ein Großteil des jüngsten wissenschaftlichen Interesses an Corticotropin 1-39 konzentriert sich auf das Gehirn. Zwei Studien der Wayne State University untersuchten, was passiert, wenn Corticotropin 1-39 im Labor direkt auf Zellen des Nervensystems aufgebracht wird.

  • Schutz von Neuronen: In einem Versuchsansatz wurden Rattenvorderhirn-Neuronen in Kultur verschiedenen schädigenden Substanzen ausgesetzt — solchen, die den Zelltod durch Apoptose (programmierten Zelltod), Exzitotoxizität (Überstimulation) und Entzündung auslösen. Corticotropin 1-39 schützte die Neuronen vor dem durch Glutamat, NMDA, AMPA, Kainat, Chinolinsäure und reaktive Sauerstoffspezies verursachten Zelltod. Es bot zudem einen moderaten Schutz gegen schnell freigesetztes Stickstoffmonoxid.[4]
  • Schutz der myelinproduzierenden Zellen: Eine Folgestudie untersuchte Oligodendrozyten — die Gehirnzellen, die für die Produktion von Myelin verantwortlich sind, der Schutzschicht um Nervenfasern, die bei Erkrankungen wie Multipler Sklerose geschädigt wird. Die Forscher stellten fest, dass Corticotropin 1-39 diese Zellen vor mehreren toxischen Bedrohungen schützte. Interessanterweise funktionierte ein Teil dieses Schutzes indirekt: Corticotropin 1-39 stimulierte nahe gelegene Stützzellen, sogenannte Astroglia, zur Freisetzung eigener Schutzsignale, die dann die Oligodendrozyten abschirmten.[3]

Auf der pharmakologischen Seite verglich eine klinische Phase-1-Studie Repository-Corticotropin-Injektion (Acthar Gel, das porcine Corticotropin-1-39-Analoga enthält) mit einer kürzeren synthetischen Version namens ACTH 1-24 und mit Methylprednisolon bei gesunden Probanden. Trotz höherer Blutspiegel der Corticotropin-1-39-Markerverbindung erzeugte die Volllängenversion eine deutlich geringere Cortisolausschüttung als ACTH 1-24 — etwa 5-fach niedrigere freie Cortisol-Exposition. Dieses Ergebnis legt nahe, dass die beiden ACTH-Formen nicht austauschbar sind und dass Länge und Formulierung auf eine Weise eine Rolle spielen, die Forscher noch zu verstehen versuchen.[5]

Wofür Corticotropin 1-39 untersucht wird

Basierend auf den verfügbaren Forschungsergebnissen wird Corticotropin 1-39 derzeit in folgenden Bereichen untersucht:

  • Neuroprotection — Schutz von Gehirnzellen vor Schäden durch Exzitotoxizität und Entzündung[4]
  • Myelin- und Oligodendrozytenbiologie — Verständnis des Schutzmechanismus des Hormons für myelinproduzierende Zellen, relevant für demyelinisierende Erkrankungen[3]
  • HPA-Achsen-Physiologie — Kartierung der Kommunikation im Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Stresssystem[1][6]
  • Rezeptorpharmakologie — Untersuchung, wie Melanocortin-Rezeptoren auf Volllängen-ACTH im Vergleich zu kürzeren Fragmenten reagieren[2]
  • Pharmakokinetische Vergleiche — Verständnis der Unterschiede zwischen Corticotropin 1-39, ACTH 1-24 und Steroidmedikamenten[5]

Dosierung von Corticotropin 1-39 in der Forschung

Da Corticotropin 1-39 eine Forschungsverbindung ist, die unter kontrollierten Labor- oder klinischen Bedingungen untersucht wird, variiert die Dosierung je nach Modell, untersuchtem Endpunkt und verwendeter Formulierung erheblich. Die hier referenzierte Phase-1-Studie verwendete subkutane Verabreichung in einem strukturierten Protokoll.[5] Eine vollständige Übersicht der in verschiedenen Forschungskontexten verwendeten Dosen und Einheiten finden Sie in der Dosisschabelle auf dieser Seite; nutzen Sie den Rechner für Einheitenumrechnungen. Keine Dosierungsangabe auf dieser Seite sollte als Anleitung zur Selbstverabreichung beim Menschen ausgelegt werden.

Zubereitung und Lagerung von Corticotropin 1-39

Im Forschungsumfeld wird lyophilisiertes (gefriergetrocknetes) Corticotropin-1-39-Pulver typischerweise rekonstituiert, indem bakteriostatisches Wasser oder sterile Kochsalzlösung langsam in das Fläschchen gegeben wird — nicht schütteln; sanft schwenken, bis vollständig gelöst. Verwenden Sie nur das vom Analysenzertifikat Ihres Lieferanten angegebene Lösungsmittel. Nach der Rekonstitution sollte die Lösung bei 2–8 °C (normale Kühlschranktemperatur) gelagert und innerhalb des vom Hersteller angegebenen Zeitrahmens verwendet werden, typischerweise innerhalb weniger Tage bis zu einer Woche für optimale Stabilität. Peptide reagieren empfindlich auf wiederholte Temperaturschwankungen; lassen Sie Fläschchen daher nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen. Lyophilisierter (trockener, ungeöffneter) Vorrat sollte gefroren bei −20 °C oder kälter, lichtgeschützt und trocken gelagert werden. Beschriften Sie Fläschchen stets mit dem Datum der Rekonstitution.

Quellen

  1. Corticotropin-releasing factor. — Endocrine reviews, 1982. PMID 6282576.
  2. Corticotropin receptors. — Annals of the New York Academy of Sciences, 1987. PMID 2831782.
  3. The melanocortin ACTH 1-39 promotes protection of oligodendrocytes by astroglia. — Journal of the neurological sciences, 2016. PMID 26944112.
  4. Melanocortin receptor agonist ACTH 1-39 protects rat forebrain neurons from apoptotic, excitotoxic and inflammation-related damage. — Experimental neurology, 2015. PMID 26300474.
  5. Pharmacokinetics and Pharmacodynamics of Repository Corticotropin Injection Compared With Synthetic ACTH(1-24) Depot and Methylprednisolone in Healthy Subjects. — Clinical pharmacology in drug development, 2022. PMID 34528408.
  6. Corticotropin-releasing hormone. — The New England journal of medicine, 1988. PMID 3292914.
Supplies Needed

A typical reconstitution-and-injection kit includes:

  • Lyophilized peptide vial(s) — enough for the full protocol length
  • Bacteriostatic water for reconstitution
  • U-100 insulin syringes (one per injection)
  • Alcohol prep swabs
  • A sharps container for safe disposal
Storage, Handling & Injection

Storage & handling

Lyophilized (freeze-dried) peptide is typically kept refrigerated and protected from light; once reconstituted with bacteriostatic water it is generally refrigerated at 2–8 °C and used within a few weeks. Follow aseptic technique to avoid contamination, per CDC injection-safety guidance.

Injection technique

Subcutaneous injections are usually given into the fat of the abdomen or thigh: clean the site with an alcohol swab, pinch the skin, insert at the recommended angle, and rotate sites to protect the tissue. See MedlinePlus for a step-by-step subcutaneous-injection guide.

General aseptic-technique and injection references for educational use — they are not specific to any research compound.

Corticotropin 1-39 FAQ

What is ACTH 1-39?
ACTH 1-39 (adrenocorticotropic hormone) is a naturally occurring 39-amino-acid peptide released by the pituitary gland. It is the full-length form of the hormone that signals the adrenal glands to produce cortisol.[6] It is also the active component in the clinically used drug Acthar (repository corticotropin injection).[5] In research, it is studied for both its hormonal effects and potential direct actions in the nervous system.
How does ACTH 1-39 work?
ACTH 1-39 binds to corticotropin (melanocortin) receptors on adrenal cells, triggering cortisol production.[2] These same receptors are also found on brain cells — neurons and glial cells — which is why researchers are investigating whether ACTH 1-39 has direct protective effects in the nervous system that are independent of cortisol.[4] The hypothalamus regulates the whole chain by releasing corticotropin-releasing hormone.[1]
What is ACTH 1-39 used for in research?
Scientists are studying ACTH 1-39 for neuroprotection, myelin biology, and HPA axis physiology. Lab studies show it can protect rat forebrain neurons from excitotoxic and inflammatory damage[4] and can prompt support cells (astroglia) to shield myelin-producing oligodendrocytes.[3] Researchers are also comparing its pharmacokinetics and cortisol-stimulating effects to shorter ACTH fragments and steroids.[5]
How is ACTH 1-39 dosed in research?
Dosing in research varies by model and study design. A Phase 1 clinical study used subcutaneous injection on a twice-weekly schedule.[5] There is no standardized research dose established for all contexts. See the dosage chart on this page and use the calculator for unit conversions. This is not medical dosing advice — ACTH 1-39 is for research use only.
How do you reconstitute ACTH 1-39?
Lyophilized ACTH 1-39 powder is typically dissolved in bacteriostatic water or sterile saline. Add solvent slowly and swirl gently — never shake. Once mixed, store the solution at 2–8 °C and use within the window specified by your supplier. Dry, unopened stock should be kept frozen at −20 °C or below, protected from light and moisture. Always record the reconstitution date on the vial.
Is ACTH 1-39 safe?
ACTH 1-39 is a research compound, not approved for general human use outside of regulated clinical or pharmaceutical contexts. Its clinical form (Acthar) has an established safety profile under medical supervision, but research-grade peptides carry additional unknowns. Lab studies suggest cellular protective effects at tested concentrations,[4][3] but pharmacokinetic differences between formulations are significant.[5] Always follow institutional safety protocols. Nothing here is medical advice.